Kunden wünschen marginale Veränderungen und keine Revolution…
Geschrieben von Dieter Josten am 26. Mai 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Lernen, Motivation, Social Networking
und liefern somit auch keine Innovationen frei Haus. Viele Unternehmen glauben zur Zeit fest daran, das ihre Kunden schon sagen werden wohin die Reise geht. Aus meiner jetzigen Erfahrung – Nein.
Warum? Weil wir Menschen nur ungerne unsere Gewohnheiten infrage stellen und lieber auf Grundlage unserer Erfahrungen und Vorlieben entscheiden.
Viele Menschen haben weder Zeit noch Muße nach links oder rechts zu schauen. Die meisten denken zwar nach aber nicht mit (Dank unseres Schulsystems und Führungskultur). Was theoretisch machbar ist, andere Kulturen/Branchen (cross industry innovation) nutzen oder die Natur bietet, wissen die meisten nicht mehr.
Das Produkt von Mitdenken, die Innovation, ist für die Mehrheit ärgerlich - weil sie von ihren Routinen abweichen müssen. Dies gilt sogar dann, wenn sie daraus einen Nutzen ziehen und so auf längere Sicht eine Arbeitserleichterung, höhere Einkommen und Gewinne einfahren könnten. Die fast natürliche Reaktion auf Innovationen ist Abwehr.
Unternehmen die glauben die Innovationsfindung ganzheitlich an ihre Kunden auszulagern, um sich einer stärkeren Kundenorientierung zu unterwerfen, laufen Gefahr ihre „Berufung“ aus den Augen zu verlieren. Unternehmen haben eine Vorreiterrolle die es wahrzunehmen gilt - was aber nicht immer bedingt, auch gleichzeitig der Produktbauherr zu sein.
Endprodukte (Auto, Handy, Fahrrad, Software…) eines Unternehmens werden in Zukunft mehr und mehr von Kunden kreiert. In der Verantwortung der Unternehmen liegt der Aufbau von Ökosystemen, auf dessen Basis Mitarbeiter, Partner, Kunden ihre Idee verwirklichen können.
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