IBM „Beehive“
Geschrieben von Dieter Josten am 9. Mai 2008 | Abgelegt unter Social Networking
Das IBM Watson Research Center hat zurzeit einige Interessante Projekte am Start. Am besten gefallen mir „Beehive“ (Bienenkorb), Fringe (Beitrag folgt noch) und Malibu. IBM versteht den Zeitgeist, wie dieses Zitat von Liam Cleaver, Program Director IBM zeigt: “You cannot create a culture of innovation without creating a culture of collaboration – and at its core it is creating a culture of trust with people you may never have met. And Web 2.0 tools help create trust.” Hier sind wir in good old germany leider noch weit entfernt.
Am erfolgreichsten ist Beehive, mit mittlerweile 30.000 Anwendern innerhalb von 6 Monaten. Beehive ist in Anlehnung an Facebook entwickelt worden.
Ausgangspunkt des Projektes war es auf folgende Frage eine Antwort zu finden:
- How do enterprise users use novel content types, such as free-form lists, to share with their co-workers?
- Do incentive systems, such as points and status labels, influence the behavior of employees?
- How can we engage users and sustain participation across a large and more diverse user community?
- How can a social networking site best support employees in finding the people they are looking for and discovering the information they need?
- How does usage differ across different populations (cultures, job categories, office environment)?
- When a team uses social software for connecting and sharing, does that team have greater social capital?
Die ersten Ergebnisse liegen vor wie die Business Week berichtet. Was mich nicht verwundert, die Mitarbeiter nutzen das Tool zur Selbstdarstellung und internen Vermarktung. Und wann ergreifen die Mitarbeiter die Initiative bzw. nutzen das Tool - wenn es die Führungskräfte vormachen und sich selber engagieren – es kann doch alles so einfach sein. Ein weiterer Effekt ist der Auf-/Ausbau sozialer Netzwerke zwischen Mitarbeiter die sich vorher nicht so gut kannten und der damit verbundene gestiegene Wissensaustausch.
Beehive im Einzelnen..
Beehive bietet den Mitarbeiter die Möglichkeit ein eigenes Profil zu erstellen, Bilder und Veranstaltungen zu posten und zu kommentieren. Der Mitarbeiter hat wie bei Facebook oder Friendfeed die Möglichkeit, die Aktivitäten von Kollegen zu verfolgen.
Eine coole Funktion stellt High5s dar. Mitarbeiter stellen in einem „Bienenkorb“ ihre privaten oder geschäftlichen Ideen zu einem Projekt vor und fordern andere Mitarbeiter auf ihre Meinung dazu zu sagen. Im realen Leben passiert das meist beim Mittagessen, in der Kaffeeecke oder beim Bier…
Beehive kann aber noch mehr. Es bietet eine Plattform für Veranstaltungen jeglicher Art, egal ob Privat oder Geschäftlich. Ziel ist es dem Mitarbeiter im Sinne der Vorbereitung, Einladung und Durchführung zu unterstützen. Natürlich steht für jede Veranstaltung ein eigenes Fotoalbum zur Verfügung in dem jeder nach Lust und Laune kommentiert. Diese Funktion scheint besonders bliebt zu sein, auch zur Wissensvertiefung, ein Bild sagt halt mehr als tausend Worte.
Zusätzlich stimuliert man Mitarbeiter über ein internes Punktesystem, wo es für neue Beiträge, Fotos und Kommentare Punkte gibt. Im Lauf der aktiven Zeit steigt der IBM‘ler so von einer “new bee” zur “working bee“, zur „busy bee“, und zum gutem Schluss einer „super bee“ auf.
Na dann mal guten Flug
1 Kommentar »

am 20. Oktober 2008 um 17:27 1.Knowledgegarden - The Rock » Identitätsmanagement - wir ist das neue ich schrieb …
[...] dieses in der Praxis erfolgreich funktioniert zeigt z.B. IBM und Sabre sehr [...]