Messe Bericht Zukunft Personal 2008 in Köln

Geschrieben von Dieter Josten am 12. September 2008 | Abgelegt unter Allgemein, Events, Kommunikation, Lernen, Social Networking

Ok ich habe es vergessen hier zu kommunizieren - SORRY

Warum bin ich da gewesen: zwei Kundentermine, TOP Themen der Branche, Verständnis “Knowledge is social” - News NLP, Insight, Reiss…, alte Bekannte treffen

Top Themen: Talent War - Employer Branding/Online Stellenbörsen, Personalauswahl, und wie demotiviere ich meine Mitarbeiter weniger (da von Motivation schon keiner mehr sprechen will - typisch Deutsch?)

Die Vortäge Rund um die oben aufgeführten Themen waren gut besucht, der eKnowledge Management Vortragsbereich gähnend leer. 2000 Besucher mehr als im letzten Jahr!

Habe mir u.a. einen Workshop zum Thema Recruiting 2.0 angeschaut - war zwar kein Workshop aber interessant und gleich einen neuen Kontakt zum Geschäftsführer Herr Proeda von Kununu geknüpft - einem Bewertungsportal, hier bewerten heutige/ehemalige Arbeitnehmer ihr Unternehmen. Die Körpersprache einiger Zuschauer bei der Vorstellung des Portals sprach Bände (DAS Video viel mir ein, hätte man zuerst zeigen sollen) - Stellenausschreibungen dort plazieren, werben niemals ;-).

Auf den Punkt gebracht Recruiting 2.0 steht für Authentizität - that’s it!  Anknüpfender Artikel zum Thema im Handelsblatt: Schwarze Löcher im Web 2.0 oder Video-Beitrag über die viralen Aktivitäten bei Accenture inkl. Mitarbeiter Blog.

So verwundert es auch nicht das die Online Jobbörsen stark frequentiert waren, halt der bekannte Weg. Ich denke da zu buchen reicht definitive nicht mehr aus. Und da wären wir schon beim Thema Employer Branding, sprich der Aufbau einer Arbeitgebermarke mit Fokus auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter und auf die Bindung bestehender Mitarbeiter. Schon kommen die ersten Online Employer Branding Dienstleister um die Ecke, dazu gehören unter anderem auch MiCruiting von 4career. Der Ansatz einer Standalone Lösung gefiel mir gut und scheint zurzeit einzigartig - die Mixtur past zudem gut.

Employer Branding - great place to work: Interessant ist, dass die meisten diesen Aspekt (Bindung) so ein wenig aus der Ferne betrachten. Ganz nach dem Motto: “Klar muss man da was machen, aber sicher, aber besser wir warten damit noch ein bißchen..”. Gute Idee, warum nicht gleich auch die Entwicklung im Unternehmen einstellen und damit argumentieren, dass man warten würde bis der Wettbewerb mal was neues auf den Markt bringt und erfolgreich verkauft.

Seltsam wenn man Bedenkt das nur 12% der Mitarbeiter motiviert am Arbeitsplatz sitzen und eine aktuelle Studie zur Jobzufriedenheit, mit 8000 Teilnehmer von Zeit Online, herausfand, das die Mehrheit der deutschen Angestellten über einen Jobwechsel nachdenkt.

Ein Viertel der Befragten ist der Ansicht das die Expertise und die persönlichen Stärken nicht zu dem jeweiligen Aufgabeprofil passen. Mehr als ein Fünftel fühlen sich ungerecht behandelt. Das Geld ist hingegen gar nicht so entscheidend für den Wechselwillen der Angestellten: Nur 19 Prozent geben an, dass sie zu wenig verdienen.

“Nicht zu glauben…” geben Sie bei XING doch mal bei “Ich suche” “neue Herausforderung” und eine größere Stadt ein, 300 Treffer sind Ihnen sicher…

Wie sagte ein Personaler so schön: We hire them for their competencies, we fire them for their personality. Ob die “Personality” beim zukünftigen Arbeitgeber stimmt, darum kümmern sich die Bewerber in Zukunft selber - Web 2.0 macht’s möglich, denn Authentizität ist gefragt.

Doch was tun sprach Zeuss - simpel die Führungskräfte fit machen die Mitarbeiter weniger zu demontivieren und HR befähigen die richtigen Talente auszuwählen. Das war eigentlich das Thema der Halle 5.2. Hier gings um Training, Coaching und Methoden. Vom klassischen NLP bis hin zur Opernsängering war alles vertreten. In Summe - nichts neues.

Die Lösung NEIN, denn damit schaffe ich es nicht mündige Mitarbeiter zu entwickeln die bereit sind ihr Wissen zu teilen und Veränderungen treiben. Genau hier sehe ich ein Personalmanagement mit der Aufgabe Mitarbeiter einen “Rahmen” zu schaffen wo diese ihre persönlichen Lern- und Wissensdomänen miteinander konstruieren und fortentwickeln, während sie einander zuhören, wertschätzen, beobachten oder direkt in Kontakt treten und so soziale Netzwerke schaffen die Berge versetzen. In diesen Netzwerken und seinen Verbindungen liegt das eigentliche Wissen eines Unternehmens (begraben). Ziel ist der Aufbau einer individuellen Identität, letztendlich einem eigenen Brand, über den der Mitarbeiter mit seinem Unternehmen und Kollegen interagiert, soziale Netwerke knüpft und navigiert.

Alles in allem ist “2.0″ noch nicht bei den Personaler angekommen, kommt Zeit kommt Rat.

Nachschlag: Das wir eigentlich weiter denken müssen zeigt die aktuelle OECD Studie Bildung auf einen Blick. Ergebnis:”Deutschland verliert bei der Ausbildung von Hochqualifizierten international weiter an Boden”.

Warum lädt man zu einem solchen Event nicht einmal die “Betroffenen” ein und tausch die Sichtweisen aus? hm

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